AdWords Keyword Optionen

Weg vom Standard: Googl­e AdWords Keyword Optionen

Um die Anzeigenleistung zu steigern, spielt die Wahl der richtigen Keywords eine entscheidende Rolle. Wie diese ausfindig gemacht werden, lesen Sie hier (Link zum Artikel Keyword Recherche).Google AdWords bietet Nutzern außerdem die Möglichkeit, über die Einstellung bestimmter Optionen zu steuern, bei welchen Suchanfragen die Anzeigenauslieferung ausgelöst wird.

Folgende Optionen stehen dabei zur Wahl:

  • Option: „Weitgehend passend“ (Broad Match)
  • Option: Ausschließende Keywords (Negative Match)
  • Option: „Genau passend“ (Exact Match)
  • Option: „Passende Wortgruppe“ (Phrase Match)
  • Option: Modifizierer für „weitgehend passend“

Google AdWords-Option: „Weitgehend passend“

Von vornherein eingestellt, ist die Option „weitgehend passend“. Gerade zu Beginn einer Google AdWords Aktivität empfiehlt es sich diese Keyword-Option beizubehalten. Denn mit ihr werden Anzeigen auch dann ausgespielt, wenn die Suchbegriffe des Nutzers nicht explizit in der angelegten Keyword-Liste enthalten sind. 
Das Resultat ist klar: Mit der Auswahl dieser Option wird bei der Erstellung von Keyword- Listen deutlich weniger Zeit verbraucht, denn es werden weniger Keywords benötigt, auf die dann wiederum die Ausgaben verteilt werden. 
Klingt ziemlich praktisch, oder? Der Nachteil an dieser Option ist jedoch, dass durch den schwachen Filter die Qualität der Anzeige negativ beeinflusst wird. Da es passiert kann, dass die Anzeige auch dann ausgespielt wird, wenn die Suchergebnisse eigentlich gar nicht zu dem in der Anzeige beworbenen Produkt oder Service passen. Für einen Nutzer, dem die Anzeige präsentiert wird, ist dies natürlich dann nicht unbedingt ein Grund auch drauf zu klicken. Um zielgenauer zu agieren, eignen sich die weiteren Optionen, wie die der auszuschließenden Keywords.

Google AdWords-Option: Auszuschließende Keywords

Als ergänzende Option verhindert das Ausschließen von Keywords, dass Anzeigen bei Suchanfragen mit dem ausgeschlossenen Begriff ausgeliefert werden und erhöht damit wiederrum die Qualität der Anzeigenauslieferung. Und auch die Zielgenauigkeit wird durch den Einsatz dieser Option erhöht. 
Soll die Aussteuerung abseits der vorgestellten Optionen spezifischer ablaufen, können die Optionen „Genau passend“ (Exact Match) und „Passende Wortgruppe“ (Phrase Match) wie auch der Modifizierer für „weitgehend passend“ eingesetzt werden. Damit dies zielführend passiert, empfiehlt es sich, die Hilfe eines AdWords-Experten in Anspruch zu nehmen.

Google AdWords-Option: „Genau passend“

Die Keyword-Option „Genau passend“ bewirkt, dass die auszusteuernde Anzeige für jene Nutzer geschaltet wird, die Suchanfragen mit genau jenem Keyword durchführen, die in der Keyword-Liste hinterlegt sind. Auch ähnliche Varianten dieses Keywords werden dabei miteinbezogen.

Unter ähnlichen Varianten versteht AdWords:

– Fehlerhafte Schreibweisen des Keywords – Singular- oder Pluralformen

– Wortstämme
- gängige Abkürzungen

– Wörter in geänderter Reihenfolge bei gleicher Bedeutung (z. B. [Umzugshelfer Berlin] und [Berlin Umzugshelfer])

Während die Option „weitgehend passend“ eine ziemlich unspezifische Aussteuerung bewirkt, ermöglicht die Keyword-Option „Genau passend“ einen hohen Grad an Kontrolle darüber, welche Nutzer die Anzeige sehen. Je spezifischer die Aussteuerung, desto höher ist die Chance auf einen Klick und damit der CTR – sodass bei dieser Option eine höhere Klickrate erzielt werden kann.

Google AdWords-Option: „Passende Wortgruppe“

Etwas flexibler als mit der Option „Genau passend“ agiert die Einstellung „Passende Wortgruppe“. Dabei ist sie gleichzeitig eine Steigerung gegenüber der Option „weitgehend passend“, da sie spezifischere Ergebnisse ermöglicht.

Denn mit dieser Option kann die Anzeige geschaltet werden, wenn die Suchanfrage die identische Wortgruppe enthält unabhängig davon, ob weitere Begriffe vor- oder nachgestellt werden. Dabei ist allerdings die Reihenfolge der Wörter entscheidend, denn wenn weitere Begriffe eingefügt werden, die nicht in der Wortgruppe angegeben sind, wird die Anzeige nicht ausgespielt. Gleichzeitig wird die Anzeige auch dann sichtbar, wenn in der Suchanfrage Begriffe verwendet werden, die der angegebenen Wortgruppe sehr ähnlich sind. Dazu gehören fehlerhafter Schreibweise, Singular- und Pluralformen, Akronyme, Wortstämme, Abkürzungen und Akzente.

Google AdWords-Option: Modifizierer für „weitgehend passend“

Um die Standard-Option „weitgehend passend“ zu spezifizieren und damit die Klickrate der Anzeige zu erhöhen, kann sie modifiziert werden. Damit wird die Anzeige auf Suchanfragen ausgerichtet, die mindestens eines der in der Keyword-Liste aufgenommenen Suchbegriffe enthalten. Außerdem werden auch ähnliche Varianten einbezogen, zu denen fehlerhafte Schreibweisen, Singular- und Pluralformen, Abkürzungen und Akronyme sowie die grundsätzlichen Wortstämme zählen. Nicht wirksam ist der Modifizierer hingegen bei Synonymen und verwandten Suchanfragen.

Der Modifizierer ermöglicht eine spezifischere Aussteuerung der Anzeige. Gleichzeitig verringert sich zu Gunsten der Spezifizierung im Vergleich zur Standard-Option „weitgehend passend“ die Click-Rate.

Google AdWords-Option: Fazit

Die Wahl der passenden Google AdWord-Option ist abhängig von der Zielgruppe, die mit der Anzeige erreicht werden soll. Je spitzer diese ist, desto mehr lohnt eine Spezifizierung der Anzeige-Optionen, um das Produkt oder die Dienstleistung zielgesteuert an den Mann zu bringen ohne Streuverluste zu generieren.